Personalbeschaffung – intern oder extern?

Personalbeschaffung

In unserem Land herrscht aktuell die niedrigste Arbeitslosenquote seit über 25 Jahren. Das bedeutet, dass sich für Unternehmen die Suche nach geeignetem Personal immer schwieriger gestaltet. Umso wichtiger ist es, dass Betriebe intensiv den Markt beobachten und über die vorhandenen Beschaffungswege für Personal genauestens Bescheid wissen. Dabei stellt sich die grundlegende Frage, ob die Personalbeschaffung intern oder extern erfolgen soll.

Interne Personalbeschaffung – Das Know How im Unternehmen halten

Der einfachste Weg einen Arbeitsplatz zu besetzen, stellt die Ausschreibung innerhalb des Unternehmen selbst dar. Dies geschieht hauptsächlich durch Veröffentlichung der Stellen als Aushang oder in betriebsinternen Publikationen. In größeren Firmen kommt dafür häufig das Intranet in Frage. Weitere Möglichkeiten der internen Personalgewinnung sind die Übernahme Auszubildender und die Empfehlung von Kollegen durch Vorgesetzte.

Interne Personalbeschaffung bietet sowohl dem Unternehmen als auch dem Mitarbeiter einige gravierende Vorteile. So stellt der Betrieb sicher, dass Know How in der eigenen Firma bleibt. Das ist bei der heutigen Personalknappheit in einigen Branchen ein wichtiger Aspekt. Zudem kennt der Unternehmer den Mitarbeiter schon länger und minimiert so das Risiko einer Fehlbesetzung beträchtlich. Andererseits sind dem Mitarbeiter die Abläufe im Betrieb genau bekannt, und es bedarf somit keiner langen Einarbeitungsphase. Eine Identifikation mit dem Unternehmen besteht bereits. Durch die Betriebszugehörigkeit und das Verzichten auf externe Bewerber spart das Unternehmen Beschaffungskosten und kann die vakante Stelle schnell besetzen.

Zu den Nachteilen der internen Beschaffung von Personal zählt die naturgemäß geringere Auswahl von Bewerbern. Zudem sind die vorhandenen Mitarbeiter oft “betriebsblind”. Externe Bewerber würden frische Ansichten und Wissen aus anderen Unternehmen mitbringen und damit verbunden auch Verbesserungspersonal. Steigt ein Mitarbeiter intern auf, kann das zu Rivalitäten untereinander, und somit zu Spannungen führen. Wird ein ehemals hierarchisch gleichgestellter Kollege plötzlich befördert, kann das zu Akzeptanzproblemen und Störung des Betriebsklimas führen.

Externe Personalbeschaffung – Frisches Blut fürs Unternehmen

Möchte sich ein Unternehmen personell verstärken, und kann dadurch nicht auf interne Beschaffung zurückgreifen, eröffnen sich mehrere Wege. Die Firma kann sich zum einen an die Arbeitsagentur wenden, und zum anderen an private Vermittler wie beispielsweise Zeitarbeitsfirmen. Ein dritter Weg wäre die externe Ausschreibung in Zeitungen.

Zu den eindeutigen Vorteilen externer Beschaffung ist die weit gefächerte Auswahl an potenziellen Kandidaten. Das Unternehmen erhält wichtige fachliche Impulse von außen. Dadurch sind nicht selten Prozesse optimiert oder völlig neu konzipiert worden. Externe Mitarbeiter lösen zudem im Unternehmen keine Neiddebatte aus, und werden in der Regel eher in Führungspositionen anerkannt als interne Lösungen.

Dagegen stehen die ungleich höheren Personalanschaffungskosten und ein erhöhte Risiko, den Mitarbeiter durch Probezeitregelungen schnell wieder zu verlieren. Zusätzlich erfordert neues Personal zeit- und kostenintensive Einarbeitung.

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